Sonntag, 21. September 2014

1. Meldung

Hallihallo, das mit dem Internetzugang ist hier so eine Geschichte, aber was soll man machen!
Also ich bin ja hier jetzt schon so ein bisschen angekommen und habe die erste Arbeitswoche mit ihren zahlreichen Eindrücken bereits hinter mir.
Gefühlsmäßig befinde ich mich gerade irgendwo zwischen grenzenloser Euphorie, dass ich jetzt endlich hier sein darf und mein Ziel, auf das ich nun doch schon einige Zeit hingearbeitet habe, erreicht habe und natürlich den Gedanken an meine natürlich ebenfalls geliebte Heimat, die ich jetzt wohl länger nicht zu Gesicht bekommen werde.

Auf jeden Fall bin ich hier in die besten Hände geraten. Ich lebe hier mit drei anderen Volontären (Sarah, Anna und Monica) in einer WG und wir haben meistens sogar Wasser, Strom und von Zeit zu Zeit Internet. Das Ganze befindet sich im Haus der „soeurs salésiennes“ (deren 10), bei denen wir auch oft essen und eben untertags plaudern oder bei kleinen und größeren Problemchen immer um Hilfe ansuchen können. Das stellt also ungefähr mein engeres soziales Umfeld dar.
Arbeitsmäßig komme ich besser zurecht als erwartet. Ich kann vormittags im „maison du soleil“ arbeitet, also im Haus für junge Mütter (zwischen 14 und 18). Währrend die Mütter arbeiten, können sie ihre Kinder hier lassen und ich habe dann die schöne Aufgabe aufzupassen, dass sie sich in der Zwischenzeit nicht verletzen, umbringen oder verhungern. Es sind acht Kids, die meisten recht aufgeweckt, und so wird es natürlich nie langweilig.
Am Nachmittag bin ich meistens im „espace éveils“ in Toyoyomey. Hier arbeite ich mit Jean zusammen und versuche 24 Acht- bis Vierzehnjährigen Schreiben, Lesen und Rechnen beizubringen. Funktioniert derweil eigentlich auch ganz gut!

Freitag waren wir so mehr Richtung Großstadt unterwegs zur „Africa fête“ mit Bands aus verschiedenen Teilen Afrikas, unter Anderem der „Brass Banda“, eine barfuß-spielende Band mit Blasinstrumenten, kommt das jemandem bekannt vor?
Gestern waren wir beim Abendessen mit den „filles du foyer“. Das ist sozusagen ein Internat für Mädels. Meistens stammen sie aus komplizierteren Familienverhältnissen und haben hier die Möglichkeit die Schule zu besuchen und in einer Gemeinschaft zu leben. Als ich zum ersten Mal beim Abendgebet sah, war es richtig ergreifend wie innig sie Gott loben und der Geschichte der Verkündigung Jesu Geburt zuhören. Ich hatte mir sofort ein Bild gemacht von tiefgläubigen Kindern, die nichts lieber tun, als zu beten und brav die Schule zu besuchen. Doch diesmal erlebte ich sie mehr als die kleinen „Tussis“ mit verschiedenen Nagellacken, Haarreifen und anderem Bling Bling, um ja so schön wie die Frauen in den Telenovelas und auf den Plakaten für die Wahl zur Miss Bénin zu sein.

Heute morgen um 09:00 Uhr war es Zeit für die Hl. Messe. Man muss den Weg in die Kirche allerdings nicht wissen, weil man sich sowieso nur zum Tor stellen braucht und von den Mädels hingezogen wird. Ich habe vorher schon viel gehört von Messen, bei denen die Menschen mehr oder weniger zwei Stunden lang durch die Kirche singen und tanzen. Für mich konnte ich jedoch nicht wirklich große Unterschiede erkennen. Es gibt einen Altar mit Christusstatue, den Kreuzweg an der Wand, einen Chor und Kinder, die nicht still halten können. Der Pfarrer war ein bisschen lockerer und die Kirche war gefüllt, aber es ist definitiv kein Zeltfest, dass hier in der Kirche veranstaltet wird ;)

4 Kommentare:

  1. Hallo, freut mich, dass du gut angekommen bist und dich auch schon in die Arbeit einleben konntest.
    Und freu mich über neue Einträge :)

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  2. Hallo Anita!
    Liebe Grüße aus Österreich von Elfi mit ihren Minis. Wir wünschen dir alle eine schöne Zeit in Afrika.

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  3. Hey, klingt spannend! :) Wünsch da naumoi a erlebnisreiche Zeit und viele schöne Erfahrungen! :)
    lg,
    Christian

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  4. Hey Anita, super 1. Erfahrungsbereicht! Immer schön von Reisenden zu hören ;) alles gute!
    Lg
    Dominik

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