Hallihallo, das mit dem Internetzugang ist
hier so eine Geschichte, aber was soll man machen!
Also ich bin ja hier jetzt schon so ein
bisschen angekommen und habe die erste Arbeitswoche mit ihren
zahlreichen Eindrücken bereits hinter mir.
Gefühlsmäßig befinde ich mich gerade
irgendwo zwischen grenzenloser Euphorie, dass ich jetzt endlich hier
sein darf und mein Ziel, auf das ich nun doch schon einige Zeit
hingearbeitet habe, erreicht habe und natürlich den Gedanken an
meine natürlich ebenfalls geliebte Heimat, die ich jetzt wohl länger
nicht zu Gesicht bekommen werde.
Auf jeden Fall bin ich hier in die
besten Hände geraten. Ich lebe hier mit drei anderen Volontären
(Sarah, Anna und Monica) in einer WG und wir haben meistens sogar
Wasser, Strom und von Zeit zu Zeit Internet. Das Ganze befindet sich
im Haus der „soeurs salésiennes“ (deren 10), bei denen wir auch
oft essen und eben untertags plaudern oder bei kleinen und größeren
Problemchen immer um Hilfe ansuchen können. Das stellt also ungefähr
mein engeres soziales Umfeld dar.
Arbeitsmäßig komme ich besser zurecht
als erwartet. Ich kann vormittags im „maison du soleil“ arbeitet,
also im Haus für junge Mütter (zwischen 14 und 18). Währrend die
Mütter arbeiten, können sie ihre Kinder hier lassen und ich habe
dann die schöne Aufgabe aufzupassen, dass sie sich in der
Zwischenzeit nicht verletzen, umbringen oder verhungern. Es sind acht
Kids, die meisten recht aufgeweckt, und so wird es natürlich nie
langweilig.
Am Nachmittag bin ich meistens im
„espace éveils“ in Toyoyomey. Hier arbeite ich mit Jean zusammen
und versuche 24 Acht- bis Vierzehnjährigen Schreiben, Lesen und
Rechnen beizubringen. Funktioniert derweil eigentlich auch ganz gut!
Freitag waren wir so mehr Richtung
Großstadt unterwegs zur „Africa fête“ mit Bands aus
verschiedenen Teilen Afrikas, unter Anderem der „Brass Banda“,
eine barfuß-spielende Band mit Blasinstrumenten, kommt das jemandem
bekannt vor?
Gestern waren wir beim Abendessen mit
den „filles du foyer“. Das ist sozusagen ein Internat für
Mädels. Meistens stammen sie aus komplizierteren
Familienverhältnissen und haben hier die Möglichkeit die Schule zu
besuchen und in einer Gemeinschaft zu leben. Als ich zum ersten Mal
beim Abendgebet sah, war es richtig ergreifend wie innig sie Gott
loben und der Geschichte der Verkündigung Jesu Geburt zuhören. Ich
hatte mir sofort ein Bild gemacht von tiefgläubigen Kindern, die
nichts lieber tun, als zu beten und brav die Schule zu besuchen. Doch
diesmal erlebte ich sie mehr als die kleinen „Tussis“ mit
verschiedenen Nagellacken, Haarreifen und anderem Bling Bling, um ja
so schön wie die Frauen in den Telenovelas und auf den Plakaten für
die Wahl zur Miss Bénin zu sein.
Heute morgen um 09:00 Uhr war es Zeit
für die Hl. Messe. Man muss den Weg in die Kirche allerdings nicht
wissen, weil man sich sowieso nur zum Tor stellen braucht und von den
Mädels hingezogen wird. Ich habe vorher schon viel gehört von
Messen, bei denen die Menschen mehr oder weniger zwei Stunden lang
durch die Kirche singen und tanzen. Für mich konnte ich jedoch nicht
wirklich große Unterschiede erkennen. Es gibt einen Altar mit
Christusstatue, den Kreuzweg an der Wand, einen Chor und Kinder, die
nicht still halten können. Der Pfarrer war ein bisschen lockerer und
die Kirche war gefüllt, aber es ist definitiv kein Zeltfest, dass
hier in der Kirche veranstaltet wird ;)
Hallo, freut mich, dass du gut angekommen bist und dich auch schon in die Arbeit einleben konntest.
AntwortenLöschenUnd freu mich über neue Einträge :)
Hallo Anita!
AntwortenLöschenLiebe Grüße aus Österreich von Elfi mit ihren Minis. Wir wünschen dir alle eine schöne Zeit in Afrika.
Hey, klingt spannend! :) Wünsch da naumoi a erlebnisreiche Zeit und viele schöne Erfahrungen! :)
AntwortenLöschenlg,
Christian
Hey Anita, super 1. Erfahrungsbereicht! Immer schön von Reisenden zu hören ;) alles gute!
AntwortenLöschenLg
Dominik