Anders als daheim erholt man sich nicht
währrend der Woche vom anstrengenden Woche, sondern sonderbarerweise
umgekehrt. Freitag hat es richtig stark geregnet, darum haben wir
einen Faulenzerabend mit gemütlichem Essen und dem Liederberg 3
gemacht. Samstag ist Arbeitstag. Bis 8 Uhr hat man Zeit zu
frühstücken. Dann wird spätestens abgeräumt und alles geputzt.
Fenster, Böden, Kleidung,.. Das ist allerdings sehr gemütlich, wir
nehmen uns meistens den ganzen Vormittag Zeit bis wir um 12:30 Uhr
zum Mittagessen gemeinsam mit den Schwestern schreiten. Das Essen
hier ist nebenbei erwähnt echt lecker. Sämtliche Gruselgeschichten
über megascharfes und überwürzte Gerichte haben sich Gott sei Dank
nicht bewahrheitet. Besonders hier bei den Schwestern die aus
Italien, Spanien, Togo, Bénin, Côte d'Ivoire, Costa Rica, Burkina
Faso und Ecuador gibt es selten (zu) traditionelle Gerichte.
Außerhalb dieser Welt (bei den Aspirantinnen, im Foyer,..) sieht es
schon etwas anders aus und es fällt schon etwas schwerer dem
Höflichkeitskodex (nichts übriglassen und alles probieren) zu
entsprechen. Zum Beispiel bei halbrohem Hähnchen oder allgemein viel
zu großen Portionen, aber bis jetzt war noch nichts richtig
Tragisches dabei, mal schaun..
Auf jeden Fall können wir den
Samstagnachmittag frei planen, solange wir um 19 Uhr bei den Mädels
im Foyer zum Abendessen bereit stehen. Diesmal sind wir also mit
einer béninischen Volontärin zum Strand. Und, auch wenn man es sich
kaum vorstellen kann, der Strand war sauber und die Luft war frisch,
es war herrlich. Besonders spannend für die heimischen
Meeresgenießer wurde es, als sich plötzlich zwei Yovos („Weiße“)
in die Wellen warfen. Wir wurden sofort zu Hauptattraktion, obwohl
neben uns ein Junge mit Tellern jonglierte, was meiner Meinung nach
doch definitiv beeindruckender war. Abends wurden wir von zwei
war ich dann im Facebook, also einer
Bar mit Live-Musik. Wir tranken béninisches Bier und bekamen von
zwei Studenten, die uns begleiteten (ohne männliche Begleitung
würden wir dann wohl doch nicht mehr raus, wenns dunkel ist)
Curry-Hühnchen spendiert. Im Dunkeln war es nicht einfach zu
erkennen, wo viel und wo wenig Curry ist, was bei mir beinahe zu
Verbrennungen im Mundbereich geführt hätte^^
Sonntag der obligatorische Messbesuch
entweder Vormittags um 9 Uhr oder abends um 18:30 Uhr. Sonst haben
wir am Sonntag eigentlich keine Verpflichtungen außer dem
Mittagessen um 12:30 Uhr mit den Schwestern und dem Abendessen nach
der Abendmesse mit den Aspirantinnen, also eigentlich nichts worüber
man sich beschweren könnte. Ich war in der Vormittagsmesse, das ist
eher die Kindermesse, in die die Mädels vom Foyer auch gehen und sie
freuen sich immer riesig wenn die „Tatas“ auch da sind. Am Nachmittag werde ich zum Oratorium gehen, wo zwei Stunden lang Basketball, Fußball oder derlei Aktivitäten praktiziert werden.
So siehts aus..
Hallo cousinchen..
AntwortenLöschenFreu mi jedesmoi volle vo dir zulesen... Ganz, ganz liebe Grüße aus Linz :)